Ellie Goulding Delirium World Tour

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Wer ist diese Blondine und wieso macht sie so schöne Musik?

6 Jahre hat es gedauert. 6 Jahre bis ich mir meinen Traum erfüllen konnte Ellie Goulding einmal live zu sehen. Damals, als Ellie das nette Mädchen von nebenan war, mehr oder weniger perfekte Cover und Eigenkompositionen auf YouTube veröffentlichte und noch kein Welterfolg abzusehen war. Ich war von Anfang an von dieser einzigartigen Stimme fasziniert, die Musik die sie machte, war einfach schön. Mit Lights kam der erste Erfolg, mit Halcyon der Durchbruch. Ich mag das Wort Fan nicht besonders, aber man könnte schon sagen, dass ich von Ellie Gouldings Musik begeistert war.

Ellie Goulding – Goodness Gracious

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Die Sache mit dem Planen

2013 sollte es dann endlich soweit sein – ich hatte Tickets für ein Konzert in Berlin. Also Bahntickets gekauft und los. Sollte man meinen. Kurzfristig wurde das Konzert verlegt, auf einen Tag, an dem ich nicht mal eben nach Berlin fahren konnte. Kurz zur Information: Damals wohnte ich noch 600km von Berlin entfernt. Also Satz mit X, Tickets verkauft und eine Mischung aus Traurig Sein und Ärger empfunden. Aber es wird alles seine Gründe gehabt haben.

Die Zeit verging, vieles änderte sich. Ich zog nach Berlin, Ellie brachte ein neues Album raus. Delirium – irgendwie nicht wirklich die Ellie Goulding, von der ich so fasziniert war. Nicht, dass ich poppigen Mainstreamsound nicht auch gerne höre, aber es ist eben nicht mehr so wie es war. Dennoch, meinen kleinen Traum wollte ich immer noch verwirklichen, also folgte Versuch Nummer 2: Ich kaufte Tickets für das Konzert am 22.1.2016 in Berlin. Diesmal waren immerhin keine Zugtickets nötig.

Ellie Goulding – We can't move to this

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Hört denn keiner in Berlin Ellie Goulding?

Es ist soweit, wir stehen völlig ausgefroren bei -8°C vor der Max-Schmeling-Halle, der Einlass ging aber wirklich zügig. In der Halle waren wir schon häufiger, zuletzt bei Imagine Dragons – doch diesmal das erste Mal mit Sitzplätzen. Die Sitzordnung ist zwar wirklich fürchterlich, sinnlos und dumm, aber immerhin hatten wir eine wahnsinnig gute Sicht auf die Bühne. Was mich sehr verwundert hat war die Tatsache, dass die im Vergleich zu Arenen doch eher kleine Max-Schmeling-Halle nicht ausverkauft war. Mag denn niemand in Berlin Ellie Goulding?

Ellie Goulding – Outside

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Vorbands und die Sache mit dem Sound

Den Abend eröffnet eine nette junge Dame mit dunklen lockigen Haaren, E-Gitarre und zerrissener Jeans. Sara Hartman. Sie schmettert einen catchy Song nach dem anderen raus, alle nicht schlecht, aber alle nicht atemberaubend performed. Doch Bühnenpräsenz lernt man auch nur über jahrelange Erfahrung. Auch der Bass war ein Level zu dumpf, sodass viele Töne aus Saras Mund untergingen. Dennoch, mit dieser „Vorband“ konnte ich gut leben.

Ellie Goulding – Devotion

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Goldstaub oder Discopop?

Nach einer längeren Pause folgte nun die Show von Ellie Goulding. Es wurde dunkel, die ersten musikalischen Töne erklungen, die tuschelnden Menschen verstummten. Es ging los mit einem Intro. Das selbe Intro wie auf ihrer neuen CD. Hinter einem goldenen Vorhang, gehalten von muskulösen Tänzern, erschien sie also, die Goulding. Blonde Haare, modernes Outfit, muskulöse Oberschenkel. Die Songs, die sie brachte, waren weitgehend vom neuen Album, aber auch eine Menge von ihrem letzten, Halcyon. Auf ihre ganz alten Songs wie Lights verzichtete sie ganz, doch das ist nach 5 Jahren auch nicht mehr zu erwarten. Sie brachte eine gute Mischung aus poppigen Songs mit fetten Beats und einigen ruhigen Nummern, die sie sitzend in einem Hochzeitskleid vortrug. Ellie bot eine abwechslungsreiche Show mit vielen verschiedenen Tanzeinlagen. Auch die Lichttechniker und Bühnengestalter haben grandiose Arbeit geleistet. Man wurde den ganzen Abend bestens und kurzweilig unterhalten.

Ellie Goulding – My Blood

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Einmal und immer wieder.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass es nicht das Konzert war, von dem ich damals geträumt habe. Denn Menschen verändern sich und so auch der Musikstil von Ellie Goulding. Doch die neuen Songs sind leicht, sie sind einprägsam, sie sind partytauglich. Dementsprechend gut war also auch die Stimmung in der Halle. Die Show, die zeitweise an eine Mischung von Britney Spears und Helena Fischer Auftritten erinnert hat, hat Spaß gemacht. Flackernde Lichter, starke Bässe, engelsgleicher Gesang. Die Kombination lässt einen alles vergessen, man ist für 90 Minuten einfach nur in der Musik. Ich würde wieder hingehen, jederzeit.

Ellie Goulding – Lost and Found

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Ellie Goulding – Figure 8

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Ellie Goulding – On My Mind

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Ellie Goulding – I Need Your Love

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Ellie Goulding – Anything could happen

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Ellie Goulding – Love Me Like You Do

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Ellie Goulding Finale.

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